Rettungshunde - die Retter mit der kalten Schnauze

Zu Beginn ihrer Ausbildung ist es für die jungen Hunde nur ein Spiel. Als fertiger Rettungshund geht es im Ernstfall um Minuten und das scheinen auch die vierbeinigen Retter genau zu spüren. Im Einsatz nach Erdbeben, Lawinenunfällen etc.  sind sie unverzichtbarer Teil der Rettungsteams. Hunde mit eigenen Bedürfnissen bleiben sie trotzdem.

Laika ist eine dreijährige wunderschöne schwarze Labradorhündin. Sie ist ausgebildeter Rettungshund. Ihr zweibeiniger Rettungspartner ist Andrea. Beide zusammen bilden ein Team.. Einzeln trifft man die beiden so gut wie nie an. Laika ist als Rettungshund Mitglied in der Familie und das von Welpen Beinen an.. Nur ein gut sozialisierter Hund, der mit anderen Hunden und fremden Menschen umgehen kann, wird auch ein guter Rettungshund sein.“

 

Gesundheit und Charakterstärke

Es gibt viele Rassen, die sich für den Einsatz als Rettungshund eignen. Nicht zu klein, aber auch nicht zu schwer dürfen sie sein. Das wichtigste ist die Gesundheit. Ein guter Körperbau ohne Mängel und ein solider Charakter sind die besten Voraussetzungen. Körperlich muss alles in Ordnung sein, wenn der Hund dann auch noch neugierig, verspielt, eifrig und gelehrig ist, sind die Voraussetzungen gut. Als Welpe ist es manchmal nicht leicht zu erkennen. Ob ein kleines Fellknäuel einmal einen guten Rettungshund abgibt, zeigt sich oft erst im Laufe der Ausbildung.

Jahrelange Ausbildung, ständiges Training

Mindestens zweimal im Monat werden das ganze Jahr über Einsätze trainiert. Jeder Rettungshundeführer bildet seinen Hund im Prinzip selbst aus. In Winter und Sommerkursen werden Szenarien mit einem bzw. mehreren Verschütteten nachgestellt. Gelingen Internationale Prüfungen (IRO RH L(T, FL)  A, B)  positiv, darf sich der Hund Rettungshund und das Herrchen RettungshundefüherInn nennen. Ihre Qualifikation haben sie nur gemeinsam. Fällt einer aus, ist das Team Geschichte. Fertig ausgebildete Rettungshunde sind unbezahlbar, deshalb werden sie auch nicht verkauft. „Das wäre für uns in der Hundestaffel undenkbar, einen Rettungshund zu verkaufen. Außerdem würde er dadurch seine Qualifikation verlieren. Die gilt nur für das Team, das auch die Prüfungen absolviert hat.

Schutz für die vierbeinigen Retter

Vereiste Lawinenkegel, starke UV Belastung für die Augen, Kälte und Sturm. Das alles darf einem Rettungshund nichts anhaben. Dass er fit und einsatzfähig ist, ist Voraussetzung dafür, das Menschenleben gerettet werden können. Auch die vierbeinigen Profis brauchen Schutz. Für die Pfoten werden Cremes wie bei den Schlittenhunden verwendet. Spezielle Decken schützen vor starken UV Strahlung und Kälte. Vor allem im Frühjahr bei extrem starker Sonneneinstrahlung tragen die Hunde Sonnenbrillen.

 

 

Die fliegenden Hunde

Eine gute Kondition darf kein Thema sein, alle Lawinenhunde müssen alpine Erfahrung haben und mit schwierigem Gelände zurechtkommen. Fast immer sind sie auch bei den privaten Berg- und Skitouren ihrer RettungshundeführerInnen dabei. Sogar mit dem Flug in einem Hubschrauber oder am Berge Tau haben sie kein Problem. "Die Hunde vertrauen ihrem Hundeführer, deshalb haben sie vor den lauten Hubschraubergeräuschen und der zunächst ungewohnten Situation auch kaum Angst.  Sogar an das Fliegen am Berge Tau gewöhnen sie sich schnell. Die meisten Hunde werden begeisterte Flieger, zeigt die Erfahrung.

 

Pension mit Familienanschluss

Regelmäßige Einsatzüberprüfungen und tierärztliche Untersuchungen sorgen dafür, dass erkannt wird, wenn ein Rettungshund in Pension gehen muss. Fast immer bleibt er in der Familie, erzieht schon den nächsten jungen Hund mit, der einmal in seine Pfoten stapfen treten soll. Der Beruf des Rettungshundes ist in der Regel mit etwa 10 Jahren beendet. Die enge Beziehung zwischen Hund und Hundeführer bleibt für immer.