Ein Suchhund lässt sich bei der Sucharbeit weder von fremden Gerüchen, Rauch und Lärm noch durch Geräte der Rettungsmannschaften von seiner Aufgabe ablenken und arbeitet selbstständig. Er reagiert empfindlicher auf Gerüche als jedes technische Gerät und eignet sich für Rettungsaktionen in unwegsamem Gelände besonders gut, weil er leichter ist als ein Mensch und so auch in einsturzgefährdeten Bereichen suchen kann.

Der Trümmerhund zeigt dem Hundeführer durch Bellen die Stelle an, wo die Rettungsmannschaften mit der Bergung der verschütteten Person beginnen sollen. Meist wird ein zweiter Hund nachgeschickt, um die Anzeige des ersten Hundes zu bestätigen. Ein Trümmerhund hat gelernt, mit Gefahrenquellen wie Feuer, Qualm, nachrutschenden und wackeligen Trümmern, Glasscherben etc. umzugehen, obwohl er solche Situationen von seiner Natur her meiden würde. Andere Gefahren - wie Stromkabel, Gas, ätzende Stoffe etc. - kann er aber nicht erkennen. Oftmals wird vom Hund gefordert, Gefahrengebiete abzusuchen, die wegen akuter Einsturzgefahr von Menschen nicht betreten werden dürfen, zum Teil über Leitern oder Hubkörbe in oberen Stockwerden oder zwischen Trümmerschichten. Daher ist auch die Verantwortung des Hundeführers seinem Hund gegenüber besonders groß.